
ein Film von Sabine Michel
Drehbuch
Thomas Wendrich
Inhalt
Der Bauernjunge Milan wächst in dem deutschen Dorf Dunkelhäuser
auf. Hier verrichtet ein Bauer nackt sein Tagwerk, die Kuh frisst
aus der Dachrinne und der Hund vom Teller des Bauern.
Der junge Schnapsbrenner Milan kommt aus einer ganz gewöhnlichen
Familie; die Oma ist eine Hexe, der Vater ist ein Trinker und die
Mutter ist tot. Da sich der Vater nicht wirklich um seinen Sohn
kümmert, treibt sich der Junge oft alleine in den angrenzenden
Wälder und Wiesen rum.
Eines Tages begegnet Milan dem Polen Krystoph, der ihm von seiner
großen Liebe erzählt und Milan neugierig macht. Bisher
hatte ihm noch nie jemand von der Liebe erzählt. Krystoph quartiert
sich im Dorf ein und ist kurz darauf unauffindbar. Als Milan am
nächsten Tag der Polin Ilonka im Wald begegnet, beginnt er
zu ahnen, dass es die Liebe wirklich gibt. Die junge Frau ist schon
seit Tagen auf der Suche nach ihrem Freund. Tatsächlich scheint
der junge Mann wie vom Erdboden verschwunden zu sein. Milan vermutet
einen kollektiven Mord durch die Dorfbewohner und glaubt, dass er
dem Stumpfsinn und der Gewalt in seinem Dorf endlich entkommen muss.
Also entschließt sich Milan gegen den Willen seines Vaters
Ilonka bei ihren Nachforschungen zu helfen. Auf ihrer Suche treffen
sie auf viele Überraschungen: Milans Mutter wurde aus Eifersucht
von deren Stiefmutter getötet, ein scheinbar toter Bauer wird
fast lebend begraben und das Herz eines Toten will nicht aufhören
zu schlagen.
Noch weiß keiner der beiden, dass sie bei ihrer Suche schlussendlich
die Liebe finden - und auf den verwaisten Feldern des Dorfes werden
endlich wieder Kartoffeln gepflanzt.
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